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Die Schlacht um El Borma
Wir haben uns für Süd Tunesien verabredet. Zwei LR Defender 130, ein LR 110 englische Version und ein Toyo HJ 61. Termin ab 8. Januar bis 28.
Januar. Wir alle hatten schon verschiedene Erfahrungen hinter uns. Markus mit dem 130 war ein Profifahrer für schwere Transporte, Tim fuhr mit seinem 110er Wettbewerbe, Felix war ein Tunesienspezialist. Er hat
bei einen seinen früheren Fahrten in Tunesien seinen 130 auf die Seite gelegt und ich habe meinem Toyo im Grand Erg du Ténéré schon die Hinterradwelle abgedreht. Auch die Beifahrer waren „nicht ohne“.
Bertram, genannt „Bubu“ und Otto hatten ihre Landys Zuhause gelassen, Hermann war ein Sahara- Motorradfahrer und Heidi, die auch nach Bilma- Erg Chech- und Ténéré Erfahrung immer noch keine große
Begeisterung für steile Dünenabfahrten empfinden konnte. Für die Navigation haben wir alle GPS. Felix hat dazu einen PC an Bord mit eingezeichneten Routen, Markus auch und ich habe ein Grigri, einen von
Marabout gesegneten Talisman für Karawanenführer, den ich vor vielen Jahren in Timbouktou bekommen habe. Es garantiert dem Träger das er immer den Weg und Wasser findet und das ihm die Sonne nichts
ausmacht. Dazu habe ich eine Karte und ein Buch von Gandini für den tunesischen Süden. Also beste Voraussetzungen für einen lustigen Trip. Von Douz nach Ksar Rhilane gibt es zwei Möglichkeiten: Piste oder
Dünetten, wie die Franzosen sagen. Wir fangen an zum Aufwärmen mit dem Slalom zwischen und auf den Dünetten. Es gibt zwei Fahrtechniken wie man durchfahren kann. Hüpfen oder Gleiten. Hüpfer gehen die Sache
sportlich an. Sie versuchen es mit Schwung und Sprung. Gleiter versuchen es weniger Schwung und Rutsch. Felix und Markus waren „Hüpfer“, Tim und ich „Gleiter.“ So kamen wir hüpfend und
gleitend nach Ksar Rhilane.

Das morgendliche Bad im warmen Naturpool ist trotz der Minusgrade angenehm. Es wurde bis in den späten Vormittag verlängert. Felix hat von einem aus den Süden kommenden
Österreicher Koordinaten von El Borma in den Norden bekommen, und so fahren wir in der herrlichen Sonne weiter in den Süden Richtung Bir Aioune.
Dann liegt sie vor uns. Eine Barriere aus Dünen. Wir stürzen uns ins Vergnügen und nach ein Paar Höhenmetern kommt es zum großen Hängen in steilen Dünen.
In den Dünengebieten gibt es immer Auffahrts- und Abfahrtsmöglichkeitn. Und wir sind auf der von den Österreichern übernommenen Trasse, die vom Süden gekommen sind. Wir machen mit Blechen weiter.
Nach einer Weile kommt zu uns ein tunesischer Führer mit einem Toyo 105. Er ist unterwegs mit Nora, einer Italienerin aus München, die in einer Art Privathilfe Kleidung und Spielzeug
sammelt und an Nomaden direkt verteilt. Sie wollen wissen, was wir hier in diesem Gelände so machen und wohin wir wollen. Wir sagen, das wir zum Bir Aioune fahren. Fati, der Guide
meint, das er einen besseren Einstieg kennt und die beiden sind bereit uns bis Bir Aouin zu begleiten. Wir fahren in Fati’s Spur zurück und steigen hinter ihm weiter östlicher wieder in die Dünen.
Fati legt eine elegante Spur. Da er leichter und schneller ist und nicht hängen bleibt, treffen wir ihn erst nach der Abfahrt auf der anderen Seite der Dünenkette wieder. Seine zwei Feuer
brennen. Ein größeres zur Beleuchtung und ein kleineres zum Kochen des Couscous. Wir sind eingeladen. Ich überlege das ich nach Timbouctou muß um mich beim Marabout noch zu bedanken. Den
selbstverständlich hat das Grigri verursacht, das wir plötzlich nicht nur den richtigen Weg (durch das wundersame Auftauchen von Fati) sondern auch eine ausgezeichnete Mahlzeit gefunden hatten.
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